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Glossar

APGAR-Index

Punktesystem zur Vitalitätsprüfung des Neugeborenen. Er wird 1,5 und 10 Minuten nach der Geburt bestimmt. Dabei werden Hautfarbe, Atmung, Herzschlag, Muskeltonus und Reflexe beurteilt. Die maximale Punktzahl pro Untersuchungszeitpunkt beträgt 10.
     

Anämie

Blutarmut, meist durch Eisenmangel bedingt.  
     

Beikost

Nahrungsmittel, die im Laufe des ersten Lebensjahres neben Frauenmilch und Säuglings-Milchnahrung in die Ernährung eingeführt werden.  
     

Commotio cerebri

Gehirnerschütterung.  
     

Diphtherie

Diphtherie ist eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit (Tröpfcheninfektion).
Sie manifestiert sich an Tonsillen, Rachen, Kehlkopf und Nase. Symptome sind: Fieber, Unwohlsein, fauliger Mundgeruch, weißlich-graue Beläge auf den Mandeln, starke Schluckbeschwerden, Husten, Atemnot. Es können echte Kruppanfälle mit akuter Atemnot und Erstickungsgefahr auftreten.
Hat ein Kind die Erkrankung überstanden, ist es nur wenige Jahre dagegen immun, d. h. es kann sich erneut anstecken. Der einzige sichere Schutz, ist die Impfung.
 
     

Exanthema subitum

Dreitagefieber.
Eine akute, gutartige Viruskrankheit, die durch ein 3 Tage dauerndes hohes Fieber und durch typisches Exanthem gekennzeichnet ist, das nach der Entfieberung auftritt.
 
     

Fontanellen

Die zwei Knochenlücken im Schädel eines Säuglings.  
     

Frühgeborenes

Gestationsalter < 37. vollendete Schwangerschaftswoche.  
     

Grünholzfraktur

Bei dem Grünholzbruch im Kleinkinderalter kommt es zur Knochenknickung, aber nicht vollständiger Durch-
trennung des Knochens (vergleichbar mit der Knickung
eines grünen Zweiges).
 
     

Guthrie-Test

Neugeborenen-Screening, um frühzeitig Stoffwechselstörungen zu entdecken, die
sofortige Therapie erfordern (Galaktosämie, Phenylketonurie, Biotinidasemangel, AGS).
 
     

HWI

Harnwegsinfekt.  
     

Hexenmilch

Harmlose passagere Ausscheidung einer milchähnlichen Flüssigkeit, die gelegentlich unter Einfluß von Hormonen des Mutterkuchens bei reifen Neugeborenen beider Geschlechter gebildet werden kann.  
     

Impfung

Durch Zufuhr von Antigenen werden beim intakten Immunsystem vom Körper spezifische Schutzstoffe
(Antikörper) gebildet, die zu einem Immunschutz führen, welcher unterschiedlich lange anhalten kann.
 
     

Invagination

Bei der Invagination stülpt sich ein Darmanteil in einen benachbarten Darmbereich. Die Invagination tritt vorwiegend bei Kindern in den ersten zwei Lebensjahren auf. Symptome können sein: schrilles Schreien, Erbrechen, blutiger Stuhl und Druckschmerz im rechten Unterbauch.
 
     

Kephalhämatom

Durch die Schädelnähte begrenzter Bluterguß am Kopf des Säuglings.  
     

Keuchhusten

Der Keuchhusten (Pertussis) ist eine akute bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege, die bei jüngeren Säuglingen lebensbedrohliche Hustenanfälle herbeiführen kann. Die Krankheit verläuft in 3 Stadien über mehrere Wochen.
 
     

Kolostrum

Sogenannte Vormilch, die in den ersten Tagen nach der Entbindung gebildet wird.  
     

Leistenbruch

Bei dem Leistenbruch stülpt sich der Bruchsack, eine Ausstülpung des Bauchfells, in den Leistenkanal. Der Bruchsack kann Darm oder bei Mädchen auch den Eierstock enthalten. Je jünger das Kind, desto häufiger beobachtet man "Inkarzerationen", d.h. dass der Bruchsack eingeklemmt ist und sich nicht mehr
zurückschieben läßt. Es kann zur Darmlähmung, zu Duchblutungsstörungen und sogar Schockzuständen kommen. Eine sofortige Operation ist notwendig.
 
     

Motorik

Körperliche Bewegungsabläufe.  
     

Mundsoor

Eine häufig auftretende Lokalinfektion der Neugeborenen durch Candida albicans. Weißliche Beläge, die im Gegenteil zu Milchresten nicht abwischbar sind, kleiden überwiegend die Wangenschleimhaut des Neugeborenen aus.  
     

Neugeborenenexanthem

Passagerer, harmloser Hautausschlag durch hormonelle Umstellung.  
     

Neugeborenenreflexe

Palmar - und Plantargreifreflex
Such - oder Rootingreflex
Schreitreflex
Moro-Reflex
Galant-Reflex
 
     

Neugeborenenikterus

Neugeborenengelbsucht.  
     

Obstipation

Verstopfung.  
     

Ovar

Eierstock.  
     

Phimose

Vorhautverengung, die ein Zurückschieben der Vorhaut erschwert oder sogar unmöglich macht.
 
     

Rachitis

Durch Vitamin-D-Mangel bedingte Störung des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels, die sich vorwiegend zwischen dem 3. und 7. Lebensmonat manifestiert. Allgemeine Symptome können sein: Unruhe, Trinkunlust, mangelnde Gewichtszunahme, Bewegungsarmut, Schreckhaftigkeit, Skelettveränderungen, Infektanfälligkeit.
 
     

Reifes NG

Gestationsalter:
vollendete 37. Schwangerschaftswoche bis Ende der 41. Schwangerschaftswoche.
 
     

SIDS

Sudden Infant Death Syndrom.
Plötzlicher Kindstod.

 
     

Tetanus

Wundstarrkrampf. Eine akute oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch das Toxin des Tetanusbazillus verursacht wird, der sich weltweit im Erdboden und Staub befindet. Durch offene Wunden, oft nur Bagatellverletzungen, kann die Infektion beginnen, die durch anhaltende Muskelkrämpfe charakterisiert ist.
 
     

Übertragenes NG

Gestationsalter: 42. Woche und mehr.  
     

Vitamin K Prophylaxe

Gabe von Vitamin K in Form von Tropfen bei der U1, U2 und U3 beim Neugeborenen und jungen Säugling, um schwere Blutungen zu vermeiden.
 
     

Vorsorgeuntersuchungen

U 2 3. - 10. Lebenstag 
U 3  4. - 5. Lebenswoche 
U 4 3. - 4. Lebensmonat 
U 5  6. - 7. Lebensmonat 
U 6 10 - 12. Lebensmonat 
U 7 21. - 24. Lebensmonat 
U 8 43. - 48. Lebensmonat 
U 9 60. - 64. Lebensmonat
U 10 7. und 8. Lebensjahr
U 11 9. und 10. Lebensjahr
J 1 12. - 14. Lebensjahr
J 2 16. - 17.  Lebensjahr
 
     

Windpocken

Äußerst ansteckende Viruskrankheit, die durch ein typisches bläschenförmiges Exanthem gekennzeichnet ist. Wassergefüllte Bläschen, die platzen und dann verkrusten, starker Juckreiz und ein Auftreten der Hautveränderungen in Schüben.  
     

Zöliakie

Die Zöliakie ist eine Unverträglichkeit gegen die Klebeproteine (Gluten) in Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste). Dabei kommt es zur Atrophie der Dünndarmzotten und zu Gedeihstörungen.